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Der Küfer vom Falkenstein
Sage Nr. 222 in Die Sagen des Elsasses. Zweiter Teil. Die Sagen des Unter-Elsass
Der Küfer vom Falkenstein. Nördlich von Philippsburg , rechts von der Eisenbahn und der großen Straße, die von Niederbronn nach Bitsch führt, erhebt sich die kühn auf einem schmalen Felsen erbaute Burg Falkenste i n. Dicht an dem in Fels gehauenen Aufgange zu der oberen Burg befindet sich eine Vertiefung des Gesteins, die vom Volke das küfer gebannt, der von Zeit zu Zeit erwacht, die verfallene Kellertreppe hinabsteigt und seinen Küferschlag hell im Thale wiederhallen läßt. Je länger und je kräftiger derselbe ertönt, desto besser und reicher wird die nächste Weinlese.
Ortschaft: Falkenstein bei Philippsburg
Der Hexentanz zu Körich
Sage Nr. 184 in Sagenschatz des Luxemburger Landes
Ein Arbeiter kehrte einst zur Geisterstunde in Begleitung seines Hündchens von Körich nach Hause zurück. Als er aus die Schloßwiese kam, sah er aus derselben einen hellerleuchteten, geräumigeil Tanzsaal. In der Mitte desselben stand eine hohe Gestalt auf Bocksfüßen und mit einem langen, braunen Ueberrocke angethan. Diese Gestalt schwang hoch in der Rechten einen goldenen Scepter und dirigierte die Bande der Musikanten, nach deren herrlichen und wundersamen Melodien eine unzählige Schar lustiger Gestalten sich tanzend mit rasender Schnelligkeit im Saale hernmbewegte. Bangen und Grauen ergriff unseren Mann beim Anblicke dieses seltsamen Schauspiels. Er füllte seine beiden Taschen mit Steinen und suchte so schnell als möglich fortzukommen. Als er all dem Tanzsaale vorbei war, gewahrte er, daß sein Hündchen ihm nicht nachgekommen. Er schaute sich nach demselben um und sah, wie es neben dem Taktschlüger im Tanzsaale stand und denselben anbellte. Der Mann mochte rufen, wie er wollte, sein Hündchen kam nicht. Erst als er am anderen Morgen aufstand und vor die Thüre trat, sah er dasselbe aus der Thürschwelle sitzen, aber es war ganz entstellt: keine Spur mehr von einem Haar war an seinem ganzen Körper zu sehen. Lehrer konert zu Holl
Ortschaft: Holler
Der Gassenhund zu Straßen
Sage Nr. 572 in Sagenschatz des Luxemburger Landes
Frau Fr. hat den Gassenhund zu Straßen oft gesehen, noch vor drei Jahren. Es ist ein großer, pechschwarzer Hund, so Zroß wie ein Rindchen. Langsam „schappt" er die Straße auf und ab; er bellt nicht, knurrt nicht; will man ihn wegtreiben, indem man z. B. nach Steinen greift, so weicht er nicht. Keinem thut er etwas zuleide; nur wenn er merkt, daß jemand etwas Böses im Sinne hat, so knurrt er und verscheucht den Uebelthäter. Vor etwa dreißig Jahren ertappte er in „Sauersgarten" eine Gesellschaft mutwilliger Linien, welche eben Obst stahlen. Mit dem Schrecken kamen sie davon, da sie über Hecken und Malier flink genug hinübersetzten. Einst sah ihn Frau Fr. durch eine Hecke gehen, wo keine Katze durch- gekommen wäre. Ein andermal lief er um Mitternacht einem Manne zwischen den Beinen durch. Einen Schuster begleitete er abends spät nach Hause; und als dieser eingetreten war, stellte sich der Hund draußen am Fenster empor, und da reichte er mit dem Kopfe bis oben an die zweite Scheib
Ortschaft:
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