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Die Strutelpeters-Kapelle
Sagennummer: 91 in Pfälzisches Sagenbuch
Ein junger Bursche aus Ormesheim bei Blieskastel entlief zur Zeit der Belagerung Wiens seinen Eltern und trat bei den faiserlichen Truppen ein. Er wurde aber von den Türken ge- fangen genommen und mit nach Asien geschleppt. Weil er standhaft und treu bei seinem alten Glauben beharrte, warf man ihn in den Kerker, wo er schwer zu leiden hatte. Da erwachte in ihm wieder die Liebe zur Hei- mat. Er gelobte der hl. Jungfrau: werde er je wieder seine Heimat sehen, so wolle er eine Kapelle bauen und wenn er auf eigenem Rücken die Steine herbeitragen müsse. Und siehe, als er eines Morgens erwachte, hörte er über sich den Gesang der Lerchen und erblickte um sich die grünen Fluren der Heimat. Er lag unter einem Schlehdorn, wohin ihn die hl. Jung- frau auf ihrem Sternenmantel getragen hatte, und an der gleichen Stelle baute er ohne Beihilfe eine kleine Kapelle, die heute noch nach seinem Namen die Strutelpeters-Kapelle genannt wird
Ortschaft: Blieskastel
Piesport
Sagennummer: 52 in Sagen und Geschichten des Moseltals
Auf dem linken Moselufer, an einer Stelle, wo ganz . steile mächtige Berge zum Teil in Form von Felswänden senkrecht in die Mosel hinuntergehen, liegt Piesport, so enge zwischen Fels und Fluß geschmiegt, daß die Häuser kaum Play finden. Der Name des Ortes ist wohl deutschen alten Zeiten her ist der Piesporter Wein besonders berühmt und geschäßt wegen seiner Fülle und seiner dem Rheinwein hundert hat man zeitweise die Rieslingtraube durch andere Sorten erseßt, zum großen Schaden für Piesports Ruf, bis . man dann späterhin wieder zum Riesling zurückgekehrt ist. Der Bau der Weinberge ist hier besonders mühselig : die Bergwand ist stellenweise so steil, daß nackte oder mit Ge= brechen, aber wo nur ein kleines und kleinstes Pläßchen eben zu gewinnen war, da stehen Weinstöcke, an mehreren Stellen gehen sie bis dicht an den Fluß hinunter. Nirgends besser als hier paßt die Schilderung des Aufonius noch jest : " Bis zum obersten Gipfel der steil aufsteigenden Bergwand/ Gehn vom Gestade der Mosel hinauf die grünenden Ranken. Fröhlich ist bei der Arbeit das Volk, und geschäftige Winzer Machen sich bald zu thun auf der Höh und bald an dem Abhang; Neckisches Rufen ertönt um die Wette. Da hemmt wohl der Wandrer Drunten am Ufer den Schritt, und er und der Schiffer im Kahne Singen ein Spottlied wohl auf die Faulen, das hallt aus dem Felsen Wieder, aus Wipfeln des Waldes und aus des Flusses. Gewölbe." Auch paßt nirgends besser als hier seine Schilderung von der Spiegelung im Wasser : • se ,ht wie zittert der Traube Echemen, kristallener Flut entwächst ein strohender Weinberg, Jeglicher Stock so klar, der Schiffer er könnte sie zählen, Denn in der That, meist ist die grüne Moselflut so treu die Uferberge wiederscheinen läßt.
Ortschaft: Piesport
Das Alpiger Männchen
Sagennummer: 320 in Sagenschatz des Luxemburger Landes
m Orte genannt Alpig, nahe beim Dorfe Bruch bei Hemsthal, soll man oft eine Stimme rufen gehört haben: Puh, Panh! Auch vernahm man dann Hundegebell. Einst mähte dort ein Mann aus Rippig. Es war kein Mensch in der Nähe. Während er seine Sense wetzte, sah er plötzlich einen Mann vor sich im Grase stehen. „Zieht Euch, sonst hau ich Euch!" ries der Mäher ihn an. Kaum aber hatte er dies gesagt, so lag er schon in dein nahe vorbeifließenden Bache. Wie er hineingekommen sei, wußte er nicht. Als er sich wieder herausgearbeitet, war der Fremde verschwunden. Ein andermal hatten sich die Knechte, welche mit den Pferden auf die Weide fuhren, verabredet, daß derjenige, welcher zuerst zu Alpig sei, Feuerwachen solle. Nachdem derjenige, welcher viel eher als die anderen zu Alpig war, Feuer angezündet hatte, sah er vier schwarze Pferde daherkommen. Ein Mann saß darauf mit einer langen Peitsche. Die Pferde waren an ein großes Bündel Reiser gespannt und liefen damit durch das Feuer, welches der Knecht angezündet hatte. Das Feuer aber blieb unversehrt. Sobald die Pferde am Orte genannt Alreck ankamen, waren sie verschwunden, und nun hörte man Schüsse und Hundegebell, als sei ein Jäger dort auf der Jagd. *) Eine Zunft, deren Zweck das Verladen der Weine in größeren Gebinden w
Ortschaft: Bruch
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