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Nikolaus von Cues

Sagennummer: 66 in Sagen und Geschichten des Moseltals

Kategorie: NoCategory

Sagengruppe: NoGroup

Sehen wir das freundliche Certchen Cues, das seit ist, so werden wir sofort an den berühmtesten Sohn des Mosellandes erinnert, an Nikolaus von Cues, genannt zu Cues geboren, als Sohn eines wohlhabenden Schiffers und Winzers, der auch Sendschöffe war. Sein Vaterhaus zeichnet. Der Knabe soll einmal beim Ueberfahren vom Vater mit dem Ruder auf den Kopf geschlagen worden geben haben, um sich durch dessen Hilfe weitere Kenntnisse zu verschaffen ; von da ging er nach Deventer in Holland zu den Brüdern vom gemeinsamen Leben, um dort zu studieren. Zu Padua promovierte er zum Doktor der Rechte, er wurde aber auch Doktor der Theologie und losophie und Kirchengeschichte getrieben. Dann ward er Dechant am Stifte Sankt Florin zu Koblenz ; dort war es, wo ihn sein Lehrer Julius Cesarini besuchte und für das damals nach Basel berufene Konzil gewann. Er wurde Vorsitzender dieser Kirchenversammlung (1431) und trat mit seltener Beredtsamkeit für die Reformation der Kirche an Haupt und Gliedern ein, zusammen mit seinem Freunde Aeneas Sylvius Piccolomini. Er vertrat insbesondere den Saz, die Konzilien seien die Kirche, darum stehe ein richtig geleitetes Konzil über dem Papste. Da er aber doch einen Papst für einen notwendigen Bestandteil der Kirche hielt, so gelang es der andern Partei späterhin, ihn zur Partei des Papstes Eugen IV. hinüberzuziehen. Auch Piccolomini wechselte seine Ueberzeugung und ist in der Folge sogar als Pius II. Papst geworden. Cufanus stantinopel, um die orientalischen Christen, ohne die das Konzil kein allgemeines sein konnte, zur Teilnahme daran zu bewegen ; sie kamen auch wirklich nach Florenz, wo das Baseler Konzil sich später fortsette. Der Papst Nikolaus V. schickte den Cusanus nach Deutschland, da sollte er die Klöster in der Runde bereisen, um die geistliche Zucht zu heben, wo er sie gesunken fände, und sollte Begeisterung für den Neubau der Peterskirche anfachen. Er foll haben. Der dankbare Papst ernannte ihn zum Kardinal und gab ihm die Kirche St. Peter ad vincula zu Rom zur Titularkirche: er war damals der einzige Deutsche im Kardinalskollegium. Wieder durchreiste er Deutschland im päpstlichen Auftrag und sah 1449 im Vaterhause zu Cues feine Angehörigen zum lezten Mal. Der Papst verlieh ihm nun die erledigte Fürstbischofstelle zu Briren in Tirol, doch hat Cusanus dort eitel Herzeleid erfahren. Denn da er den Erzherzog Sigismund von Tirol zwingen wollte, sich als seinen Lehensmann zu bekennen, zog er sich dessen tötlichen langte er seine Freiheit wieder. Er war ein gebrochener Mann und starb 1461 zu Umbrien in Italien, vier Tage vor seinem Freunde, dem Papst Pius II. Sein Leib_ruht in Rom, sein Herz in silberner Kapsel in den Altarstufen der Kapelle zu Cues. schreibern als das hellste Licht der Wissenschaft im ganzen seine mathematischen Kenntnisse ; er lehrte die Mehrheit der Weltkörper, lehrte, daß im Weltall nichts stille stehe, die Erde bewege sich in dreifacher Weise : um sich selbst, um die Pole der Welt, was auch die stillestehende Sonne thue, und um zwei im Aequator angenommene Pole, womit er war auch der erste, der die Verbesserung des julianischen geführt wurde. Auch war er einer der ersten, der die irrtum einer sogenannten konstantinischen Schenkung des kündet hat.

Ortschaft: Deutschland