Der goldene Bock und die Schätze auf der Meierchen bei Ellingen
Sagennummer: 438 in Sagenschatz des Luxemburger Landes
Kategorie: VII. Weiße Frauen und Schätze.
Sagengruppe: NoGroup
„Auf der Meierchen", nahe an der Eisenbahn beim Eingänge des Waldes und unfern des Dorfes Ellingen stand, wie die Sage berichtet, vor langer Zeit eine sehr reiche Heidenstadt. Die Einwohner besaßen einen goldenen Bock, den sie bei der Zerstörung ihrer Stadt in ein unterirdisches Gemach brachten, wo er sich noch heute befindet. Aus dem Berge ist heute noch ein Hügel zu sehen; solcher Hügel waren vor alters viele vorhanden. Das waren, heißt es, die Ruinen alter Häuser. Die Bewohner der Umgegend haben alle ausgeräumt. Einst, als nmn mit dem Ausräumen beschäftigt war, kamen junge Leute von Remich heraus, nachts gegen zwölf Uhr, und gingen über diesen Platz. Plötzlich sieht einer unten ein Feuer. Sie treten näher, und was sehen sie? Allerhand Schätze, goldene Tische, Leuchter auf einem Haufen, das brennt, daß es eine Freude ist. Vor sich sehen sie einen weiten Gang und am Ende desselben zwei schöne Zimmer gemalt und vergoldet. Da liegt nun der goldene Bock, von der Größe eines gewöhnlichen Bockes, aber aus purem Gold?) Plötzlich ein Knall, als ob die Erde bersten sollte; die Jungen sind weit weggeschleudert, und als sie aus ihrem Taumel erwachen, ist alles verschwunden. Sie hatten nicht den rechten Augenblick getrosten. Wären sie vielleicht früher oder später gekommen, so hätten sie sich die Stelle merken und den Schätzen nachspüren können. So liegen nun der Bock und die Schätze noch ungehoben, „und", sagte der Erzähler, „wenn ich Geld und Zeit hätte, weißt du, was ich thun würde? Ich würde Nachgrabungen anstellen lassen; mein Glück könnte leicht gemacht sein." *) 9carf) anbereu ein golbeneä Sl’alb. Publicalions clc., XV, 202Ortschaft: Ell