Der heilige Martinus.*)
Sage Nr. 924 in Sagenschatz des Luxemburger Landes
Kategorie: XII. Historische Sagen.
Sagengruppe: NoGroup
Im Dorf Hostert, Gemeinde Niederanwen, dicht am Wege, der von Hostert nach Senningen führt, befindet sich noch heute ein Denkmal des heil. Martinas. Dasselbe zeigt den Heiligen, der auf einem Pferde sitzt und eben mit dem Schwerte seinen Kriegsmantel zerteilt, um dessen Hälfte dem neben ihm am Wege hockenden Bettler zu überreichen. Dieses Denkmal verdankt seinen Ursprung folgender Sage. Als Martinus einst mit seinen Soldaten in den Krieg ritt, kam derselbe auch durch Hostert, wo damals nur wenige kleine Häuser standen. An der Stelle, wo sich heute der Waschbrunnen befindet, sprudelte damals eine klare Quelle aus dem Fuße des Hügels, welcher an dieser Stelle das Dorf begrenzt. Martinus machte dort Halt, um ein wenig auszuruhen und sich am frischen Wasser zu laben. Bevor sie wieder aufbrachen, soll der Heilige hier sein Pferd getränkt haben und dann weiter gezogen sein. Zum Andenken an dieses Ereignis wurde später das Martinusdenkmal errichtet. Lehrer N. Georges. *) ; Vgl. oben Nr. 873Ortschaft: Hostert