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Münstermaifeld

Sage Nr. 139 in Sagen und Geschichten des Moseltals

Kategorie: NoCategory

Sagengruppe: NoGroup

Einer der ältesten und bedeutsamsten Orte in dem schönen Maiengau oder Maifeld ist Münstermaifeld. Es liegt nur eine Stunde von der Mosel entfernt, zwischen Moselkern und Haßenport am linken Ufer landeinwärts, doch vom Fluß aus nicht sichtbar, weil die Uferberge es punkt, da das Städtchen auf einem der höchsten Punkte der Gegend erbaut ist. Diese Lage ist seinerzeit von den Römern so ausgesucht worden, und zwar recht absichtlich. Höchst wahrscheinlich hieß Münster zur Römerzeit Ambitinum. Der Geschichtschreiber Sueton erzählt nämlich in seinem Leben des Kaisers Caligula, daß nach einer Mitteilung des jüngeren Plinius am 31. August des Jahres 12 nach Christi Geburt Caligula, der Sohn des Germanicus und der Agrippina, in dem trevirischen Flecken Ambitinum kundlich erwähnt. Da aber das römische Lager dann in ein Benediktinerkloster und späteres Kollegiatstift umgewandelt wurde, also in ein Münster, so hat der Name Münster wohl jenen älteren Namen verdrängt. Um die Ehre, dieser Flecken Ambitinum, also der Geburts ort eines mehr berüchtigten, als berühmten römischen Kaisers zu sein, streiten sich übrigens mehrere Orte, vor allem die noch näher bei Koblenz gelegenen Flecken Winningen und weisen. Vielleicht wird einmal ein glücklicher Zufall, in diesem Falle also die Ausgrabung einer Inschrift, die Sache endgültig entscheiden, ja vielleicht findet man sogar den perium Agrippinae, d. h. geweiht wegen Agrippinas Wochenbett. Dann wird aller Streit zu Ende sein.

Ortschaft: Münster