Die weiße Frau, Schutzgeist des Johannisberges
Sagennummer: 111 in Luxemburger Sagen und Legenden
Kategorie: Kapitel V. Entrückung.|§ 1. Weiße Frauen.
Sagengruppe: NoGroup
Einst wollten die Franzoseil zur Kriegszeit die Kirche aus dem Johannisberg niederreißen. Sie hatten das Werk der Zerstörung aber kaum begonnen, als bei Sonnenuntergang aus dem alten moosigen Gemäuer hinter der Kirche sich zu drei wiederholten Malen ein Wimmern hören ließ,wie ausgestoßen aus der Brust eines schweergeprüsten Weibes. Dann erhob sichplötzlichin den: umliegenden Haine ein grollendes Rauschen, als wollten alle Bäume sich aus den Wurzeln reißen und aus die Frevler einstürmen. Und zur gleicher Zeit erschien ein blasses, ehrwürdiges Weib in weißen Gewändern. Sie hatte einen weißen Stab in der Hand und trieb die Gottesschänder nach allen Seiten hin auseinander. Es soll Elisabetha von Hunolstein gewesen sein, Frau von Wendel, wie das Volk sie nennt. Unter ihrer Pflege 1500 bis 1520 stand das Heiligthum des Berges in höchster Blüthe?) 2) Mitgetheilt durch Herrn I. Prott, PfOrtschaft: