Welcome

Welcome

Discover legends and fairy tales from Luxembourg, Rhineland-Palatinate, Saarland, Alsace and Lorraine!

2’730 Fairytales
8 Books
3 Countries
2’730 Fairytales
8 Books
3 Countries

Explore the tales by location

List of all legends with search function

The books and the legends they contain

The methods used in the project

The history of folklore studies

Motivation, project progress and its members

The datasets created during the project for reuse

Das Kaschtelmännchen bei Niederkorn

Legend No. 327 in Sagenschatz des Luxemburger Landes

In der Nähe von Niederkorn ließ sich vorzeiten sehr oft an verschiedenen Stellen lautes Jagdgeschrei vernehmen, ohne daß mail die geringste Spur eines lebendigen Wesens gewahrte, außer einer großen Zahl von Hunden, die jedoch nicht den geringsten Laut von sich gaben. Einst mähten mehrere Arbeiter nachts im Hechtenperchen, als sie plötzlich das Jagdgeschrei des unsichtbaren Jägers, des Kaschtelmännchens. vernahmen. Sein lautes Puh, hei! schallte unheimlich durch die Nacht. Die Mäher fürchteten sich vor dem immer näher kommenden Jäger. Einer von ihnen jedoch wollte sich als ein Mann von Herz zeigeil. Als der Lärm schon sehr nahe gekommen und bereits ein ganzes Nudel von Hunden an den Arbeitern vorübergejagt war, ries dieser dem Jäger zu: „Tu jagst und jagst, und hast doch nie einen Hasen!" Kaum hatte der Mäher diese Worte gesprochen, als er plötzlich von einer unsichtbaren Hand derb mit einem Hasen um die Ohren geschlagen wurde. Noch lange Zeit nachher schmerzte ihn der Kops. Ein andermal hielten mehrere Männer Nachtwache bei ihren weidenden Pferden. Zum Zeitvertreib zündeten sie ein Feuer an, brieten Kartoffeln und unterhielten sich mit verschiedenen Gesprächen. Aus einmal hörten sie mitten unter ihren Pferden das Pfeifen des unsichtbareil Jägers; Schüsse sielen und Hunde liefen umher. Einer der Wächter wollte sich beherzt zeigen und rief dem Jäger zu: „Halts Maul und komm aus Feuer ausruhen!" Da siel plötzlich ein Schnß ins Feuer, so daß alles Brennmaterial auseinanderflog und die Kartoffeln nach allen Seileil rollteil. In ihrer Angst und Verwirrung liefen die Wächter nach ihren Pferdeil, sckwangen sich auf das erste beste und eilten davon. Als sie am anderen Tage den Weideplatz durchsuchten, fanden sie vom Feuer keine Spur mehr, die umherliegenden Kartoffeln aber waren alle kohlschwarz. Lehrer Walch zu


Location: Niederkorn





Zwei Sagen vom Kaskeller

Legend No. 5 in Sagen und Geschichten des Moseltals

Drachen gehütet wird : eine schöne, weißgekleidete Jungfrau sist auf dem Rande eines Brunnens und wartet auf ihre Erlösung, die ihr dann zu teil wird, wenn sie von einem Sterblichen in diesen Brunnen gestürzt wird. Der Lohn des glücklichen Erlösers werden alle Schäße sein, die sich im Kaskeller befinden. Der Name der verzauberten Jungfrau ist Katholdis. Katholdus, er sollte gleichzeitig die Wasserleitung vom Ruwerbache bis in das Amphitheater, den jezigen Kaskeller, anlegen. Sein Sklave machte sich anheischig, während der stellen und verwettete seinen Kopf, daß er früher damit zu stande käme, als der Herr mit seinem Bau. Da verwettete der Meister auch seinen Kopf, daß er eher das Theater fertig haben werde. Der Sklave war wirklich früher mit seinem Werke fertig, aber die Wasserleitung wollte nicht fließen, weil der Herr mit unbekannten Tücken dem ein Hindernis bereitet hatte. Und so zog er das so lange hin, bis auch das Theater so weit war, daß es andern Tages eröffnet werden sollte. Der Sklave aber besaß die Liebe der gemach und schmeichelte ihrem Mann so lange, bis er das Geheimnis ihr verriet, weshalb die Wasserleitung nicht flösse. Da schlich sich der Sklave unbemerkt davon und entfernte das Hemmnis. Wie nun andern Tags der Baumeister merkte, daß er von seiner eigenen Gattin sei verraten worden, da führte er sie auf die höchste Spite des Amphitheaters und stürzte sich mit ihr hinab, also daß sie beide ihren Tod fanden. Der Bau wurde benannt Katholdi Solium, d. h. Thron des Katholdus.


Location: Ruwerbache





Das Stürzer Kreuz bei Greiweldingen

Legend No. 925 in Sagenschatz des Luxemburger Landes

Wanderer, der den Weg zwischen Lenningen und Greiweldingen zurücklegt, wird auf einer kleinen Anhöhe, eben da, wo genannter Weg die ehemalige Landstraße Ehnen-Ötringen durchschneidet, ein großes, steinernes Kreuz bemerken, welches die Jahreszahl 1810 trägt. Wenn letzteres auch neueren Ursprungs ist, so befand sich doch schon vor jenem ein kleines, hölzernes Kreuz dort, welches aus der Mitte des sechzehnten Jahrhunderts herrühren mochte. Nach der Tradition soll hier im dreißigjährigen Kriege, als die Kaiserlichen die Mosel überschritten, Wormeldingen, Ehnen, Remich, Kanach in Brand gesteckt hatten und auf diesem Wege sengend und brennend nach Luxemburg wollten, einer ihrer Hauptanführer von den im nahen Walde versteckten Bauern eingeholt und niedergeschossen worden sein. Er stürzte vom Pferde, heißt es, und gab an dieser Stelle den Geist auf. Zur Erinnerung an jene Begebenheit ward ein Kreuz auf den Platz gepflanzt und Stürzer Kreuz geheißen; später aber, als das umherliegende bewaldete Land urbar gemacht wurde (gegen 1700), ward auch diesem der Name Stürzenberg gegeben, den es noch heute trägt. I. Weyrich aus Eh


Location: Lenningen




Click here for the rest of the fairytales and legends