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Discover legends and fairy tales from Luxembourg, Rhineland-Palatinate, Saarland, Alsace and Lorraine!
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Die St. Lorenzkapelle
Legend number: 92 in Pfälzisches Sagenbuch
Bei Eschringen steht die St. Lorenz- kapelle. In einer Nische hinter dem Altare be- wahrte sie ehedem des Heiligen Bild. Unten bei der Mühle sprudelt noch heute der Lorenzenborn. 112 Hier lebte vor Zeiten eine alte Witwe mit ihrer Enkelin. Von dem übernächtigen Spinnen war die Arme fast erblindet und mußte von der ge- wohnten Arbeit lassen. Da geschah es, daß einmal um Mitternacht ein altes, halberstarrtes Mütterlein Einlaß begehrte. Gerne gewährte man ihr Herberge und Erquickung. Und am andern Morgen bestrich die Fremde der Kranken die Augen und riet ihr sich siebenmal des Tages zu waschen mit frischem Wasser aus dem Born bei der Mühle. Die Großmutter tat so und sie genas wie durch ein Wunder. Als eines Tages das Mägdlein mit dem Kruge wieder zum Brunnen gekommen war, da fuhr es erschrocken zurück; denn aus der Tiefe des Wassers schaute ein Antlitz herauf, so hold und freundlich wie das eines Engels, und diese Erscheinung wieder- holte sich ihr bei jedem Gang an den Brunnen. Man untersuchte den Quell und zog aus dem Schlamm das Bild des hl. Laurentius und brachte es zur Kapelle. Der Brunnen aber, in den also das Bild ge- tommen war, galt als Heilmasser für vielerlei Leid
Location: Eschringen
Das Sickermännchen
Legend number: 690 in Sagenschatz des Luxemburger Landes
In dem kleinen Dörfchen am Fuße des Stromberges lebte vor etwa fünfhundert Jahren eine Familie, Mutter, Sohn und Großmutter. Der Sohn, ein Bursche von dreizehn Jahren, war ausgelassen, und anstatt in die Kirche zu gehen, ging er auf den Fischfang oder auf die Jagd. Einst — es war am Vorabende des Weihnachtsfestes — war er bis spät >n die Nacht hinein aus dem Fischfang und kam hungrig nach Hause. Mit barschen Worten forderte er sein Nachtessen; die Mutter aber sagte, sie habe ihm nichts gekocht. Da fing er mit der Mutter zu hadern an. Die Großmutter, die im Dorfe als alte Hexe gefürchtet war, gebot dem Sohne, sofort zu schweigen; und als er es nicht that, rief sie mit gräßlicher Stimme: „Verflucht sollst du sein und auf Erden nie mehr einen beständigen Aufenthalt haben!" Sobald die Alte dies gerufen, war der Sohn verschwunden. Seit dieser Zeit irrte er in den Felsen bei Schengen, in dem sogenannten Schengerlach, umher, oder in dem nahegelegenen Wäldchen. Nachts in der Geisterstunde erschien er den Reisenden. Es war eine kleine Gestalt mit feurigglühenden Augen; er trug eine blaue Hose, weiße Strümpfe, einen Hut mit drei aufgestülpten Krempen und Schnallschuhe. Er hatte langherabhangende Haare und einen langen, Weißen Bart. Er war ein guter, aber auch ein böser Geist. Guten Menschen war er hold; bösen, besonders Volltrinkern, spielte er manchen Schabernack, leitete sie auf Irrwege und besonders in die Mosel. Beleidigte ihn jemand und begegnete ihm grob, husch! faßte ihn der Unhold am Kragen und schleuderte ihn ins Wasser. Ost geschah es, daß er bei hohem Wasserstande, wenn die Mosel die Straße überflutete, harmlose Wanderer, ohne sich den Fuß naß zu machen, über das Wasser brachte. Einst kehrte Nümier ans Nemerschen, nachdem er den Tag über zu Sierk ziemlich tief ins Glas geguckt, in der Geisterstunde nach Hanse zurück. Als er Schengen durchschritten und an die Sickerbaach kam, dachte er: „Ich werde ihn nicht fürchteil", und schritt rüstig fürder. Da auf einmal stand das Sickermännchen mit seinen funkelnden Augen vor ihm. Rümier erschrak dermaßen, daß er es nicht wagte, einen Schritt voranzngehen. Er fühlte sich von starkem Arme erfaßt, er folgte — da platsch! lag er in der Mosel. Als er das Ufer wieder erstiegen, war Sickermännchen verschwunden. Rümier eilte der Straße' zu und schickte sich an, seinen Weg in Eile sortzusetzen. Aber da stand Sickermännchen plötzlich wieder vor ihm. Rümier erhob seinen Stock, um dem Geiste einen Schlag zu versetzen, aber er schlug in die schwarze Nacht. Da begann er über Sickermännchen zu fluchen. Erzürnt packte dieser ihn und schleppte ihn in die Felsen hinauf. Lange war Rümier verschwunden; endlich kam er zu Hanse an, ganz abgemagert und das Gesicht mit Wunden bedeckt. So ging das Sickermännchen um bis zur ersten französischen Revolution; seither soll es nickt mebr erschienen sein. Die Sage aber hat sich erhalten bis auf den heutigen Tag. Geht jemand ans der Umgegend nach Sierk, so sagt Ulan ihm: „Paß auf, daß dich das Sickermännchen nicht holt!"
Location: Schengen
Andere umgehende Hunde.5
Legend number: 594 in Sagenschatz des Luxemburger Landes
ch zwischen Jngeldvrf und Ettelbrück soll jedes Jahr in einer bestimmten Nacht ein Hund geist
Location: Ettelbrück
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