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Découvrez des légendes et des contes de fées du Luxembourg, de Rhénanie-Palatinat, de Sarre, d’Alsace et de Lorraine !
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Der Fronhof
Numéro de conte: 301 dans Die Sagen des Elsasses. Zweiter Teil. Die Sagen des Unter-Elsass
Der Fronhof. Am Festtage St. Johannis des Täufers, im Jahre 1007, kam ein schreckliches, gräuliches Wetter über Straßburg. Blig fiel auf Blig, der ganze Himmel schien ein endloses Feuermeer, und furchtbar dröhnte der Donner hinten drein. In diesem gräßlichen Unwetter schlug des Himmels Feuer in das Münster und in St. Thomas Kirche. Beide Gotteshäuser gingen auf in Flammen; beide brannten nieder, von Grund aus, mit mehr denn einem Drittheile der ganzen Stadt. Schwer ging dieses namenlose Unglück Bischof Wernern zu Herzen. Zuerst errichtete er durch das ganze Land eine allgemeine brunst zu Grunde gerichteten Bürger und Einwohner in Stand zu geäscherten Kirchen durch neue zu erseßen. Hernach ertheilte Bischof Werner großen Ablaß und Vergebung der Sünden allen denen, welche durch Geld, durch milde Steuern und andere Beihülfe zur Wiederherstellung der gänzlich zerstörteu Kathedralkirche beitragen würden. Im ganzen Lande, und auch außerhalb des Bisthums, sammelte man Unserer Lieben Frauen zu ihrem Bau. Ueberall gaben die Gläubigen mit frommem Sinne und willigen Händen. Geistliche und Weltliche steuerten in so reichlichem Maaße, daß ein namhaftes Gut zusammengebracht wurde, daß man anfing von einem überaus großen und kostbaren Bau zu berathschlagen, und daß man die geschicktesten und berühmtesten Werkmeister, aus fernen Landen, herbeirufen konnte. Acht volle Jahre brachte man zu mit Einsammeln der nöthigen sichtigten, herrlichen Bau. Erst im Jahre 1015 begann man das alte Fundament der ursprünglichen Kirche Chlodwigs hinweg zu räumen und sodann nach einem neuen, tiefen und guten Fundamente zu graben. Einer alten Sage zu Folge, wurde dasselbe mit erlenen Pfählen befestigt, welche mit einem gewaltigen hölzernen Hammer, der vor Zeiten auf dem städtischen Zimmerwerkhofe aufbewahrt gewesen sein soll, in das Wasser geschlagen wurden, und darauf erst fing man an, nach Specklins Bericht, „ von klaren, gehawen Quater bawen. " Mächtige Steinblöcke wurden aus Unserer Lieben Frauen unterbrochen mit dem Werke weiter fortzufahren. Das ganze Land fronte zu dem Baue. Von nahe und fern, bis von zehn und zwölf Meilen, und noch von weiter her, kamen die Fuhrleute und führten die Steine herbei, Gott zu Ehren und seiner lieben Mutter. Alle Welt wollte selig werden an dem Baue und mit dem vom Bischofe verheißenen Ablasse der Seele Heil verdienen und sichern. Neben der Baustätte, auf dem geräumigen Plage auf der Mittagseite, stunden große Hütten aufgeschlagen. Darinnen gab man allen Frönern zu essen und zu trinken. Und daher soll, so erzählet es die Sage, jener Platz der Fronhof geheißen worden sein.
Localité: Straßburger Münster
Weiße Frauen zu Manternach.2
Numéro de conte: 433 dans Sagenschatz des Luxemburger Landes
In dem Ort genannt Selwengert besaßen die alten Tempelherren ein Kloster. Als sie vertrieben wurden, vergruben sie dort all ihr Geld. Es soll noch dort liegen. Einst grub ein Mann all diesem Orte nach, da entdeckte er eiüe große Steinplatte. In der Ueberzeugung, darunter lägen die vielen Schätze, ging er nach Hause, um Säcke zu holen. Als er aber wieder zur Steinplatte zurückkehren wollte, war alles verschwund
Localité: Manternach
Das Heidentürmchen zu Speyer
Numéro de conte: 58 dans Pfälzisches Sagenbuch
An der Ostgrenze des Domgartens zu Speyer, da wo früher die Stadtmauer hinzog, steht noch eine alte Warte mit Zinnen und zwei spißen Türmchen. Es ist wohl das älteste Stück der einstigen Stadtumfassung und man nennt's das Heidentürmchen. Die Leute erzählen, in alter grauer Zeit seien ein Riesenpaar die einzigen Bewohner der Gegend gewesen. Der Riese und die Riesin hätten sich das enge Nest gebaut und darin gehauset. Die müssen aber in ihrem Türmchen gesteckt haben wie in zwei Nadelb
Localité: Speyer
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